Fünf wichtige Punkte, um als Controller erfolgreich zu sein

16.11.2016
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Erfolg als Controller lässt sich nicht alleine an bestimmten Kennzahlen bestimmen. Ob Sie in Ihrem Beruf erfolgreich sind, hängt vom «Gesamtpaket» ab, das Sie zu bieten haben. Wir verraten Ihnen die wichtigsten fünf Punkte, wie Sie als Controller durchstarten.

Sie kennen die finanzielle Lage Ihres Unternehmens in- und auswendig
Das Controlling unterstützt eine Unternehmensführung ganz wesentlich darin, den Wert des Unternehmens zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln. Bezogen auf die finanzielle Führung heisst dies: Als Controller wissen Sie Bescheid über die Wirtschaftlichkeit (Ergebnisrechnung), die Mittelbindung, die finanzielle Lage (Bilanz) und den Liquiditätskreislauf (Cashflow Statement) des Unternehmens. Sie können Ihre Erkenntnisse vorausschauend und rückblickend analysieren und überzeugend darlegen.

Sie engagieren sich in operativen Belangen
Die Neugier an den Geschäftsinhalten, am Geschäftsmodell und den Geschäftsprozessen des Unternehmens ist ein wichtiger Antrieb für erfolgreiche Controller. Investieren Sie Zeit, Ihren Geschäftspartnern unvoreingenommen zuzuhören, mit ihnen zu diskutieren und von ihnen zu lernen. Sie werden Ihre Handlungskompetenz markant verbessern, wenn Sie auch ausserhalb der Alltagsroutine die Ärmel hochkrempeln und in operativen Belangen mit anpacken. Entsprechende Möglichkeiten bieten sich beispielsweise in Projekten, die in Zeiten des stetigen Wandels immer wieder bewältigt werden müssen.

Sie streben «Best-in-Class» in Ihrem «Controlling-Kerngeschäft» an
Sie sind durch Ihr Fachwissen, Ihre berufliche Erfahrung, Ihre Leistung und Ihre Integrität eine anerkannte Persönlichkeit im Unternehmen. Das Fachwissen muss laufend à jour gehalten werden, für die verschiedenen betriebswirtschaftlichen Aufgabenstellungen müssen Sie auf ein vielfältiges Repertoire an Werkzeugen und Methoden zugreifen können. Erfahrung und in der Vergangenheit erbrachte Leistungen sind wertvoll und helfen bei der Einschätzung vieler Herausforderungen. Allerdings sollten Sie sich nicht auf diese Lorbeeren ausruhen, sondern bewusst und regelmässig andere Blickwinkel einnehmen und sich mit anderen Vorgehensweisen auseinandersetzen.

Sie haben eine ausgewogene Sicht auf Chancen und Risiken
Controller haben nicht den Ruf, ausgesprochen risikofreudig zu sein, der Umgang mit Risiken und Chancen ist von kaufmännischer Vorsicht geprägt. Jedoch kann kein Unternehmen seine Ziele erreichen, ohne kalkulierbare Risiken einzugehen. Risikomanagement – als ein Teil der Controlling-Aufgaben – sollte so gestaltet sein, dass der Weg zum Ziel vorausschauend geplant und vor möglichen schädlichen Einflüssen geschützt wird. Chancen sollten hinsichtlich ihrer praktischen Realisierung und der dazu notwendigen Voraussetzungen beurteilt werden. Das erforderliche Gleichgewicht zwischen der Risikobereitschaft von Führungskräften und der Zurückhaltung von Controllern ist dann wirkungsvoll, wenn es allen Beteiligten bewusstgemacht wird.

Sie lassen andere an Ihrem Wissen und Ihrer Erfahrung teilhaben
Genauso wenig wie die Kundeninformationen «dem Verkauf» gehören, gehören die Finanzinformationen «dem Controlling». In vielen Fällen besteht für Führungskräfte bezüglich Finanzen eine grosse Lücke zwischen «Informationen verstehen» und «wirtschaftlich kompetent handeln». Diese Lücke können bzw. müssen Sie als Controller schliessen, indem Sie aktiv auf Ihre Geschäftspartner zugehen. Erklären Sie finanzielle Sachverhalte, zeigen Sie Ursachen und Wirkungen auf und diskutieren Sie die notwendigen Massnahmen. Je mehr Sie das tun, desto grösser wird der Erkenntnisgewinn für alle sein und desto näher sind Sie Ihrem Ziel: «Best in Class im Controlling-Kerngeschäft»!

 

Hansueli von Gunten, lic. rer. pol., dipl. Handelslehrer, ist Geschäftsleiter der Controller Akademie in Zürich und Bern.