Neue Regelung bei den Steuerabzügen für Weiterbildungen

07.09.2017
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Die Weiterbildungskosten waren bis 2015 Bestandteil des Berufskostenabzugs und nur dann abziehbar, wenn eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wurde. Und die Weiterbildung dazu diente, das erlernte Wissen im angestammten Beruf zu festigen oder einen Berufsaufstieg zu ermöglichen. Ausbildungskosten waren vom Abzug ausgeschlossen. Eine neue Regelung erweitert nun die Abzugsmöglichkeiten.

Neue Regelung

Neu sind Bildungskosten unter folgenden Voraussetzungen abziehbar:

  • Die Kosten müssen berufsorientiert sein;
  • Es liegt ein erster Abschluss auf Sekundarstufe II (Matura, Lehrabschluss) vor, oder
  • die betreffende Person hat das 20. Altersjahr vollendet und es handelt sich nicht um die Kosten bis zum ersten Abschluss auf Sekundarstufe II.

Bei der direkten Bundessteuer und fast allen Kantonen – Ausnahmen BS CHF 18’000 und TI CHF 10’000 – ist der Abzug pro Jahr und Person auf maximal CHF 12’000 begrenzt.

Für die Abzugsfähigkeit ist es unerheblich, ob ein direkter Zusammenhang mit der heutigen Tätigkeit besteht, oder ob überhaupt im Zeitpunkt der Ausbildung eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.